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Sedierung im CT
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Home > Fallbeispiele > Sedierung im CT
Der Fall: Sedierung im CT endet fatalEin 40-jähriger Patient kommt in die Notaufnahme, es zeigt sich ein Nierenversagen unklarer Ursache – letzten Endes entscheidet man sich für ein CT-Abdomen. Da der Patient unruhig wird (auch unklar warum), entscheidet sich der Arzt zu einer Sedierung in Spontanatmung mit Midazolam. Im Verlauf der Untersuchung fällt der Patient durch einen Krampfanfall auf. Das Ganze endet damit, dass er reanimationspflichtig wird und letztendlich verstirbt. .
Kommentar: Patienten, die in der Radiologie sediert werden, werden im sogenannten „schwarzen Loch“ sediert. Das Problem ist häufig, dass akut Kranke in eine Umgebung gebracht werden, in der das Monitoring schlecht ist und in der die anwesenden Ärzte/Pflegekräfte schlecht geschult sind was die klinische Beurteilung von Patienten angeht, und dann wird der Patient während der Untersuchung allein gelassen und die Umgebung ist häufig noch dunkel.. Dass dies eine Hochrisikosituation darstellt, ist klar. Hier kommt noch ein weiteres Problem hinzu – das ist die Sedierung mit Midazolam. Der maximale Onset der klinischen Wirkung ist erst nach 5-7 Minuten. Wir kennen es aus eigener Erfahrung, dass wir nach 1-2 Minuten nachtitrieren – ohne zu wissen, dass – wenn die erwünschte Wirktiefe eingetreten ist – es noch zu einer weiteren Sedierungstiefe mit den Nebenwirkungen kommen kann. Der Krampanfall war wahrscheinlich hypoxiebedingt.
Ein grundsätzliches Problem der Sedierung von Patienten mit Agitation ist, dass wir häufig den Grund hierfür nicht kennen. Der BZ, die Sauerstoffsättigung (Hypoxie macht agitiert) aber auch der Blutdruck muss gemessen sein, um entsprechend einzugreifen, falls dies notwendig ist. Und gerade die agitierten Patienten, die manchmal aggressiv sind, können diejenigen sein, bei denen wir gerade nicht die Sauerstoffsättigung oder BGA abnehmen können oder wollen, aufgrund ihrer Unkooperativität.
Daher: Wenn Sedierung im CT, sich über die Hochrisikosituation bewusst sein, immer ein Monitoring mit SpO2 angeschlossen haben und Vitalparameter müssen erhoben worden sein. |
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