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Der Fall Jule
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Home > Fallbeispiele > Der Fall Jule
Der Fall: Ein 7-jähriges Mädchen erleidet ein leichtes SHT, die Notärztin versucht eine Narkose einzuleiten, mehrere Intubationsversuche schlagen fehl, das Kind verstirbt in der Hypoxie. Kommentar: Dieser Fall ist Inhalt eines bewegenden Buches - Frau Bachstein beschreibt die Situation ihrer Familie nach dem Tod der Tochter und ist in der Lage, Worte für etwas zu finden, wenn andere nur noch schweigen können. (http://www.stefanie-bachstein.de). Dieser Fall ist kein Einzelfall ! (über ähnliche Fallberichte wären wir froh - so können wir mit mehr Nachdruck eine bessere Ausbildung der Notärzte fordern). Vom CIRS-Gedanken her ist hier nicht die Notärztin Schuld. Ein nicht beachtetes Risikomanagement im System führt dazu, dass Notärzte/innen in diese Situationen gebracht werden. Es läßt sich recht genau im System voraussagen, wie viele solche Fälle pro Jahr in Deutschland auftreten werden, je nachdem wie die Qualifikation der Notärzte im Dienst durchschnittlich aussieht. Nicht voraussagen läßt sich, welchen Notarzt und welches Kind dieses Schicksal treffen wird. Aber es ist unstrittig, dass bei einer gewissen Anzahl von Ärzten, die im Rettungsdienst tätig sind und die wenig oder keine Erfahrung mit lebensbedrohlichen Kindernotfällen und/oder Kindernarkosen haben, ein gewisser Prozentsatz Intubationsprobleme erfahren wird. Senken kann man diese Raten nur, wenn 1. Notärzten die Möglichkeit zur Kinderanästhesie (oder Anästhesie allgemein) ermöglicht wird 2. (Kinder-) Anästhesie zur Pflicht im Rahmen der Ausbildung gemacht wird 3. Die einzelnen Notärzte/innen das potentielle Risiko selber erkennen und sich selber diesbezüglich im Rahmen ihrer Möglichkeiten fortbilden
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