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Februar 4/2011
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Home > Fallbeispiele > Fall der Woche > Februar 4/2011
Der Fall: Gut gelaufen… Der RTW trifft eine ältere, kaltschweißige Patientin vor, die über starken Schwindel klagt. Vitalparameter: RR100/60mmHg, SpO2 98%, HF:30/min, GCS 15; im EKG bestätigt sich ein AV-Block III. Es wird ein Zugang gelegt und die Patientin am Monitor überwacht. Der eintreffende NA möchte ein Medikament verabreichen und gibt eine unverständliche Anweisung. Da das RTW-Personal noch mit dem verkabeln der Patientin beschäftigt ist, holt sich der NA das Medikament selbst aus dem Koffer. Der Rettungsassistent bemerkt, dass der NA eine Ampulle Adrenalin aufgezogen hat und fragt nach, ob in dieser Situation wirklich Adrenalin verabreicht werden soll. Der NA verneint dies, er wolle Atropin geben. Der NA hatte, die neben dem Atropin gesteckte Ampulle Adrenalin aufgezogen. Der Fehler wurde bemerkt und der Einsatz verläuft ohne weitere Komplikationen. Kommentar: Ein weiterer Fall, der zeigt, wie wichtig es ist immer eine Kontrolle durch eine zweite Person vornehmen zu lassen, bevor ein Medikament appliziert wird. Egal ob die Krankenschwester, der Rettungssanitäter oder der Notarzt das Medikament aufziehen- ein Doppelscheck ist immer sinnvoll und notwendig. Dies hat nichts mit Misstrauen oder geringer Wertschätzung dem jeweils anderen gegenüber zu tun. Nur so lässt sich das Risiko einer Medikamentenverwechslung verringern. Kommentar eines Lesers: Anzumerken ist, dass Adrenalin in entsprechender Verdünnung nicht falsch (oder sogar das Medikament der ersten Wahl) gewesen wäre und Atropin zumindest bei breiten Kammerkomplexen wirkungslos bis kontraindiziert gewesen wäre. Vielen Dank!! |
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