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Fehlendes Equipment
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Home > Fallbeispiele > Archiv - direkt hier klicken > Latente Systemfehler > Fehlendes Equipment
Der Fall: Fehlender ZVK Patient mit schwerem Lungenödem, intubationspflichtig, periphervenös kein Zugang zu finden. NA entscheidet sich wegen langer Anfahrt zur Klinik zur Anlage eines ZVK. An Bord allerdings nur Cava-Fix verfügbar. Versuch, blind im Sitzen die vena jugularis interna zu punktieren, erfolglos, Kopftieflage des Patienten wegen Krankheitsbild nicht möglich, Anlage eines subclavia wegen mangelnden ZVK-Sets nicht durchgeführt. Fahrt des Patienten in das Krankenhaus letztendlich völlig unversorgt. Kommentar: 1. Auch mit einem Cava-Fix kann man eine Subclavia direkt punktieren. Es ist allerdings im Routinebetrieb nicht üblich, hier hätte man es durchaus probieren können, um die Narkose einzuleiten. 2. Ein Cava-Fix wird innerklinisch normalerweise in der Ellenbeuge platziert, für die Jugularis oder die Subclavia kommen andere handelsübliche ZVK-Systeme (z.B. Arrow) zur Anwendung. Es läßt sich darüber streiten, ob aus Gewohnheitsgründen Arrow-Systeme für diese Zwecke auf dem NEF oder RTW vorgehalten werden sollen oder aus Sterilitätsgründen lieber der Cava-Fix. Die Notärzte sollten allerdings wissen, wie man den Cava-Fix anwendet. Der Fall (Originaltext): Dopamin und Dobutamin Reanimationssitation bei Patientin mit bekanntem pulmonalen Hypertonus. Mehrfach war nach kurzzeitiger Reanimation das Wiedererlangen eines spontanen Kreislaufes mit gut tastbarem Carotispuls für jeweils ca. 1 Minute möglich. Danach war jeweils ein steter Abfall der Pulsintensität bis hin zur PEA zu beobachten, mutmaßlich als Ausdruck eines Pumpversagens. In dieser Situation wäre die Gabe eines positiv inotropen Katecholamins als kontinuierliche Gabe wünschenswert gewesen. Allerdings wurden sowohl Dopamin als auch Dobutamin aus der Arzneimittelliste im RTW als auch NEF gestrichen, wohl wegen zu seltenem Einsatz! Uns blieb daher nur das Adrenalin als Katecholamin übrig, mit all seinen Nachteilen. Ob der Einsatz von Dopamin oder Dobutamin das Ergebnis der Reanimation verändert hätte, sei dahingestellt. Meiner Meinung nach ist aber das Einsparen von Medikamtenten lediglich aufgrund eines seltenen Einsatzes gefährlich, kritische Zwischenfälle werden damit vorprogrammiert! Kommentar: Siehe Kommentar des Meldenden. Der Fall (Originaltext): Cookstab Nach einem Arbeitsunfall mit heissem Dampf und Verbrühungen ca. 30 % KOF,2° Versuch der Narkoseinleitunng und Intubation. Mehrere Versuche und kein Erfolg. Maskenbeatmung erschwert bis unmöglich, Beatmung mit Laryngsmaske befriedigent.Erster Tubus der richtig lag > Cuff defekt.Kein Cookstab auf RTW/NEF/RTH. Mit Pat. zum KKH in der Nähe, dort Umintubation mit Cookstab > Cuff defekt. Neuer Versuch mit Woodbridge Tubus > korrekte Lage, Cuff i.O. Kommentar: Siehe Text oben. Cookstab möglicherweise auf Rettungsmittel sinnvoll. Der Fall: Navigationssystem Alarmierung mit RTW zu einer älteren Dame mit Schwindel, diese im EKG Frequenz von 26-30/min, nickte immer wieder weg. Nachforderung des selbstfahrenden Notarztes. Dieser war bekannt dafür, Karten nicht lesen zu können. Nachdem er mehrmals an unserer Einsatzstelle vorbeigefahren ist, Gabe von kreislaufwirksamen Substanzen des RA im Rahmen der Notkompetenz. Kommentar: Zeigt eindeutig, wie wichtig sowohl ein NEF-Fahrer ist als auch ein Navigationssystem wäre (wobei wir da schon Fehlerquellen gemeldet bekommen haben). Dennoch ist ein Navigationssystem im Gesamtergebnis wahrscheinlich doch deutlich besser als das eigenständige Kartenlesen während einer Fahrt mit Sondersignal. |
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