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Juli 2009
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Home > Fallbeispiele > Fall des Monats > Juli 2009
Der Fall: Patient rutscht in Asystolie Eine Person lag zwischen einem Hochhaus und einem Strauch auf einer Rasenfläche. Beim Eintreffen wurde eine renitente Person auf allen vieren vorgefunden, welche allem Anschein nach versuchte sich von der Einsatzstelle zu entfernen. Der Patient war aschphal schweißig und nicht kommunikationsbereit/fähig. Periphere Pulse waren nicht palpabel und aufgrund der Wehrhaftigkeit eine RR und Pupillendiagnostik nicht möglich. Der Bodycheck ergab keine außeren Verletzungen, das Abdomen war weich. Nach dem einladen in den RTW wurde ein NA nachalarmiert. Nachdem der Pat. im RTW entkleidet und fixiert wurde (erweiterte Untersuchung) setzten Streckkrämpfe ein sowie eine agonale Atmung. Eine jetzt mögliche Pupillendiagnostik zeigte beidseits eine Pupillenerweiterung bei Lichteinfall. Zu diesem Zeitpunkt waren bradycarde zentrale Pulse tastbar.Es wurde mit der Reanimation begonnen. Das EKG zeigte einen bradycarden Sinusrhytmus von ca. 40/Min. Die Beutel-Masken Beatmung war einfach durchzuführen. Jetzt Asystol.Ca. 2 Min nach einleiten der Reanimation traf der NA ein und ließ die Rea abbrechen. Es fiel ein leichtes Hämatom unter der linken Clavikula sowie ein dortiges Hautemphysem auf. Es blieb bei der Entscheidung des NA die Reanimation nicht weiterzuführen obwohl der Verdacht eines Spannungspneumothorax durch den RTW geäußert wurde. Kommentar : Von dem Einsatzbild, welches hier beschrieben ist und dem Vorgehen des Notarztes lässt sich überhaupt nicht nachvollziehen, warum die Reanimation eingestellt wurde. Die beschriebene Renitenz ist wahrscheinlich Zeichen einer Hypoxie gewesen - zu wenig Sauerstoff im Blut macht unkooperativ (zu viel Kohlendioxid macht schläfrig). Der nicht entlastete Spannungspneumothorax ist die häufigste vermeidbare Todesursache durch Trauma - alle hier beschriebenen Zeichen passen zum Spannungspneumothorax (auch die Bradykardie übrigens - irgendwann im Endstadium kommt die Bradykardie und dann Asystolie). Ob ein Spannungspneumothorax vorgelegen hat, hätte auch der Notarzt wissen müssen, denn bei einer Asystolie (gerade dann, wenn der Patient vorher noch umhergekrochen ist und man beobachtet dabei war!) müssen die H´s und T´s durchgegangen werden, und dazu gehört die Auskultation. |
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