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März 2011
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Home > Fallbeispiele > Fall des Monats > März 2011
Der Fall: Alarmierung von NEF und RTW zum Meldebild einer bewusstlosen Person. Es zeigt sich folgende Lage: Im 3. Stockwerk ca. 50jähriger Patient, Adipositas per magna, GCS 4, Vitalparameter: RR 190/130mmHG, HF 50/min, SpO2 83%. Fremdanamnestisch habe der Patient schon den Tag über Kopfschmerzen gehabt und dann das Bewusstsein verloren. Als Vorerkrankung liegt eine arterielle Hypertonie vor. Es erfolgt die komplikationslose Intubation. Ein weiterer KTW wird zur Unterstützung des Transportes angefordert. Es erfolgt dann die hastige Vorbereitung für den Transport. Der Patient ist zu diesem Zeitpunkt an die maschinelle Beatmung angeschlossen. Während des Transportes durchs Treppenhaus bleibt ein Beatmungsschlauch am Geländer hängen und der Tubus fällt raus. Außerdem geht aufgrund der Zeitschaltuhr das Licht im Treppenhaus aus. Keiner der am Transport beteiligten hat einen Beatmungsbeutel dabei, sodass keine Möglichkeit zur Beatmung des relaxierten Patienten besteht. Die gesamte Ausrüstung wird noch vom NEF-RA in der Wohnung zusammen gesucht. Erst nach mehrmehligem Hin- und Herrufen ist die entsprechende Ausrüstung vorhanden und eine Reintubation erfolgt. Kommentar: 1. Kein überhasteter Transport, das kann nicht genug betont werden! 2. Das ist doch der perfekte Einsatz für eine Feuerwehrdrehleiterrettung – das sollte man sich zu Beginn eines jeden Einsatzes im Mehrfamilienhaus gleich überlegen (wie kommen wir hier wieder runter?) und zügig bei jedem Patienten, der adipös erscheint. Auch bei Nicht-Intubierten ist der Transport durch Menschenkraft auf Dauer nicht gesund für die Bandscheiben! Und wenn man sowieso die Feuerwehr erwartet, dann hat man alle Zeit der Welt mit dem Intubieren und der Transportvorbereitung. 3. Bei diesen Transporten muss das Equipment immer in greifbarer Nähe sein! Man hat einen Patienten ohne sichere Diagnose, dieser schwebt in Lebensgefahr – wenn man da nicht auf alle Eventualitäten vorbereitet sein soll, wann dann? Daher nur der Transport mit komplettem Koffer/Rucksack und Beatmung und EKG mit Defibrillationsmöglichkeit. Zwischenfälle auf dem Weg zum RTW sind nicht gerade selten, damit muss man immer rechnen. Auch im Aufzug gehört das Equipment zum Patienten – nicht auf die Treppe! Es gibt übrigens die Zwischenfälle, dass man im Aufzug mit dem Patienten stecken bleibt – da ist man um das Equipment schon recht froh. |
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