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Schon wieder - Airwaymanagement
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Home > Fallbeispiele > Archiv - direkt hier klicken > Schon wieder - Airwaymanagement
Der Fall: Schon wieder - Airwaymanagement Narkoseeinleitung bei Patienten mit V.a. Hirnblutung (GCS 5); reguläre Versorgung nach Standards bis 1. Intubationsversuch; NA verlangt 5er Spatel statt hergerichteten 3er Spatel - wird angereicht - jetzt Platzierung des Tubus - NA hört ab und ordnet Fixierung des Tubus an. Die RTW Besatzung nimmt an, der (ihnen nicht bekannte) NA sei sicher, daß der Tubus richtig liegt. Der Fahrer des RTW (RS) legt konsequent das komplette Monitoring an; Kapnometrie zeigt pCO2 unter 5 und gibt Alarm, woraufhin der Beifahrer abhört und den NA auf seines Erachtens fehlendes Atemgeräusch beidseits hinweist.Der NA lehnt Tubuskontrolle ab und besteht auf Transport.Erst 3 Minuten später wird der NA wegen zunehmender Zyanose tätig.Jetzt 2 erneute Intubationsversuche und schliesslich Versorgung des Patienten mit Larynxtubus, jetzt gute Atemgeräusche und pCO2 im Normbereich.Patient verstirbt im KH aufgrund der massivsten intracerebralen Blutung (bei Marcumar), sicherlich ohne Einfluß des Zwischenfalls. Kommentar: Es riecht danach, dass die RTW-Besatzung die Kapnometrie angelegt hat, ohne dass der NA dies für erforderlich hielt und auch ohne zufrieden gewesen wäre. Wie schon oft an dieser Stelle besprochen: Der einzige sichere Nachweis einer korrekten Intubation ist durch die Kapnometrie zu stellen - alle anderen Massnahmen wie z.B. Abhören sind unsicher. Insofern grosses Lob an die RTW-Besatzung. Weiterhin gut funktioniert hat das Abbrechen der Intubationsversuche nach 3 Scheiterungen mit der Platzierung des Larynxtubus. Die meisten Fehler passieren dann, wenn die Beteiligten sich kennen und sich gegenseitig aufeinander verlassen. Das sog. "eingespielte Team" ist der Risikofaktor! Das war hier nicht der Fall und vielleicht gut so. Und vielleicht hat deshalb der RS auch konsequent das komplette Monitoring angelegt und der RA nochmals die Tubuslage bei fehlendem CO2 auskultatorisch geprüft. Interessant wäre, wenn der Einsatz nochmals durchgespielt worden wäre mit einem dem Team bekannten und geschätzten Notarzt, der auf die Kapnometrie verzichtet, weil er sich der korrekten Tubuslage sicher ist. Winter 08 |
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