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Schwer intubierbarer Säugling
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Home > Fallbeispiele > Fall des Monats > Ehemalige Fälle des Monats > Schwer intubierbarer Säugling
Der Fall: Schwer zu intubierender Säugling Das ist sicher kein klassischer CIRS-Fall, aber ich möchte ihn trotzdem schildern, da ich glaube, dass es in diesem Fall nicht viel gebraucht hätte, um in einer veritablen Katastrophe zu enden. Alamierung zu einem 4 Monate altem Säugling mit Atemnot, der nur noch eine SpO2 von 50-60% habe. Auf Rückfrage an die Leitstelle die Antwort, dass kein Rettungsmittel und auch kein Notdienstarzt vor Ort seien. Bei Eintreffen noch vor dem Haus die Info durch den Vater, dass seine Tochter eine noch unversorgte Mund-Kiefer-Gaumen-Spalte habe und bis vor 36 h seit der Geburt aufgrund andauernder pulmonaler Probleme und Infektionen stationär in einer Kinderklinik gelegen habe und zu Hause permanent mit 2l/min O2 über Nasensonde und Pulsoxy versorgt sei. Zudem sei sie für ih Alter zu klein.In der Kinderklinik sei sie auch zeitweise beatmet gewesen, wobei die Intubation damals wohl erst nach über 1 Stunde gelungen sei.Bei Eintreffen tief zyanotischer Säugling mit massivem, ohne Auskultation schon von der Tür zu höhrendem, brodelndem Atemgeräusch, HF 50/min, SpO2 55%, AF (sehr grob geschätzt) 50/min und damit quasi reanimationspflichtig.Aufgrund der Anamnese musste ich von einen schwierigen Atemweg aausgehen, der von mir, trotz einiger Erfahrung im Bereich Kindernarkosen, nicht zu händeln sein würde. Alternative Atemwegssicherungsmethoden für so kleine Säuglinge werden bei uns nicht auf dem Wagen vorgehalten.Glücklicherweise war es möglich, die Patientin durch wiederholtes Absaugen und Abklopfen des Rückens zum Husten zu bringen, so dass eine grössere Menge Schleim aus dem Mund abgesaugt werden konnten und dass, zumindest zeitweise die SpO2 auf >90% und die HF auf ~120/min anstieg. Die immer wieder auftretenden Abfälle konnten auf die gleiche Art und Weise "behoben" werden, so dass wir nach expliziter Anmeldung, auch durch persöhnliches Telefonat mit den Dienstärzten der Neonatologie und Anästhesie, welche sofort ihre jweiligen Hintergrund Oberärzte infomierten, die Patientin direkt auf die Neonatologische Intensivstation gebracht wurde. Dort konnte sie nach über 1h fiberoptisch intubiert werden. Sie wurde kieferorthopädisch operiert und nach mehreren Wochen neurologisch unauffällig entlassen.
Der Kommentar Genau das ist ein CIRS-Fall — ein „Critical Incidence“. Beinahe wäre etwas passiert. Was können wir aus diesem Fall lernen?
3. Quartal 2008 |
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